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Wenn die Batterie streikt

Warum sich ein Batteriecheck vor der kalten Jahreszeit lohnt.

Redaktion Find My Werkstatt·16. September 2026

Am Abend war noch alles in Ordnung. Am nächsten Morgen dreht der Anlasser nur mehr müde, und aus der Fahrt in die Arbeit wird ein Anruf beim Pannendienst. Gerade wenn die Tage wieder kürzer werden, lohnt es sich deshalb, einem unscheinbaren Bauteil etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Denn während der Termin zum Reifenwechsel meist schon im Kalender steht, wird die Autobatterie gerne vergessen.

Dabei braucht es nicht einmal Frost, damit sie Probleme macht. Ende Juni 2026 rückte der ÖAMTC an einem besonders heißen Wochenende österreichweit zu 8.304 Pannenhilfen aus. Häufigster Einsatzgrund waren Schwierigkeiten mit der Batterie. Ein guter Anlass, ihren Zustand vor der kalten Jahreszeit überprüfen zu lassen. ÖAMTC

Der Sommer hinterlässt Spuren

Viele Autofahrer verbinden eine leere Batterie vor allem mit eisigen Nächten. Tatsächlich setzt ihr auch die Sommerhitze zu. Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung einer herkömmlichen Starterbatterie. Das kann zunächst unbemerkt bleiben, solange sie noch genügend Leistung liefert. Wird es kälter und der Motor braucht beim Starten mehr Energie, machen sich die verlorenen Reserven bemerkbar.

Dazu kommt der Alltag. Wer mit seinem Verbrenner hauptsächlich kurze Strecken zurücklegt, gibt der Batterie unter Umständen zu wenig Zeit, die beim Starten verbrauchte Energie wieder aufzunehmen. Heckscheibenheizung, Gebläse und Sitzheizung erhöhen den Strombedarf zusätzlich. Auch längere Standzeiten können die Batterie belasten, weil etwa die Alarmanlage weiterhin Energie benötigt. Wenige Kilometer am Tacho bedeuten also nicht automatisch, dass die Batterie geschont wurde.

Auch ein voller Fahrakku hilft nicht immer

Bei Elektroautos denkt man beim Wort Batterie meist an Reichweite und Ladestationen. Doch auch sie besitzen zusätzlich zum großen Fahrakku eine kleine Batterie für das Bordnetz, häufig mit einer Spannung von zwölf Volt. Diese versorgt wichtige Steuergeräte und ermöglicht das Zuschalten der Hochvoltbatterie.

Fällt die kleine Batterie aus, kann deshalb auch ein Elektroauto stehen bleiben, obwohl im großen Akku noch genügend Energie für die nächste Fahrt gespeichert wäre. Der Ladestand auf dem Display sagt über den Zustand der zusätzlichen Bordbatterie wenig aus. Ein Punkt, den man auch beim Service eines Elektroautos im Auge behalten sollte.

Lieber prüfen, bevor nichts mehr geht

Ein Motor, der beim Starten auffällig langsam durchdreht, kann auf eine schwache Batterie hinweisen. Wer das bemerkt, sollte die Ursache überprüfen lassen. Solche Anzeichen sind auch dann ernst zu nehmen, wenn das Auto beim zweiten Versuch doch noch anspringt. Der ÖAMTC empfiehlt, auf Veränderungen beim Startverhalten zu achten und die Batterie regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Wird ein Austausch notwendig, muss die neue Batterie zur Technik des Fahrzeugs passen. Gerade Autos mit automatischer Motorabschaltung an der Ampel stellen besondere Anforderungen an den Stromspeicher. Bei vielen modernen Modellen muss der Wechsel außerdem im Batteriemanagement registriert werden. Die passende Batterie und der fachgerechte Einbau gehören deshalb zusammen.

Wer ohnehin einen Werkstatttermin für den Räderwechsel vereinbart, kann die Batterie gleich mit ansprechen. So lässt sich klären, ob vor dem Winter noch etwas zu tun ist. Ein geplanter Werkstattbesuch lässt sich schließlich leichter in den Alltag einbauen als eine Panne vor der Haustür.

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